Remote Viewing Akademie
Schulung - Forschung - Beratung

Steingeflüster

von Mike Bartel

Es scheint, als hätte jeder Bestandteil unserer scheinbaren Realität eine eigene Geschichte zu erzählen. Wenn Sie einen Wassertropfen irgendeines Meeres fragen könnten, was er in den letzten Jahren alles erlebte, dann könnte es eine längere Antwort werden. Vielleicht als separiertes Wasser in einer Saline vom Meer getrennt. Dann durch die Sonneneinstrahlung verdunstet, vom Winde verweht und anschließend irgendwo über einer Landmasse kondensiert und abgeregnet. Anschließend mit einem Flusslauf vereint und diesem dann bis zum Nirgendwo gefolgt. Sie können jedes beliebige Element unserer Realität nehmen. Auch wenn der Lebenszyklus variiert, eine Geschichte könnte jedes dieser Elemente erzählen. Alles ist mit allem verwoben und unterliegt einem ständigen Wandel.

Ein halbes Jahr ist nun seit dem Sommercamp vergangen. Ich habe lange mit diesem Artikel gehadert. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Verifizierungsgründen. Es ist mir bis heute nicht gelungen, den Inhalt dieser Dose von der Wissenschaft verifizieren zu lassen. Nichtsdestotrotz möchte ich das Geheimnis um den Inhalt dieser unscheinbaren Dose lüften. Ich kann mich noch sehr gut an die angenehmen Sessions erinnern.

Gehen wir in Gedanken zurück zum Remote Viewer Summercamp 2013. Solch ein Treffen bietet immer die Möglichkeit, mit mehreren Viewern ein interessantes Target an einem Tag zu bearbeiten. So auch den Inhalt dieser Dose. Ein Fundstück vom Ostseestrand bei Rerik aus dem Jahr 2012. Um eine bessere Bindung der Viewer mit diesem Fundstück zu erzielen, tarnte ich dieses in einer Dose und positionierte sie bei jeder Session direkt neben dem jeweiligen Viewer.

Das Target mit direktem Fokus auf den Inhalt der Dose ist mit den folgenden Koordinaten verknüpft.

217191
337866
513155

 

Mein erster Viewer ist Ralf. Sie kennen ihn aus anderen Artikeln. Ich möchte sein abschließendes AI der Session vorwegnehmen:  

AI: mal ganz was anderes
       seit Langem das geilste Target, in dem ich war

Der regelmäßige Leser weiß, dass ich Ralf des Öfteren auf vermisste Personen ansetze. Was kann also so spannendes in dieser Dose sein? Als zweiter Viewer versuchte sich Tobias K. an meinem Target. Auch er war nach der Session und dessen Ergebnis mehr als angetan. Zwei abschließende Sessions mit Manu und Katja ergaben ähnliche Ergebnisse. Ich möchte an dieser Stelle nur Ausschnitte aus den zwei ersten Sessions kommentieren. Seien Sie gespannt, was die Viewer ans Tageslicht brachten. Beginnen wir also mit Ralf. Die Dose war unauffällig neben ihm platziert und ich übergebe die Koordinaten. Das Ideogramm teilt Ralf in drei Abschnitte und generiert dann aus diesen unter anderem folgende wiederkehrende Eindrücke:
-hart, blau, was großes, luftig, frisch, schwer, gelb

Ich erwähnte bereits, der Inhalt der Dose wurde im flachen Wasser des Ostseestrandes bei Rerik gefunden. Aber was soll der Eindruck von „was Großes“? Lassen Sie sich einfach überraschen, denn ich war es während der Session auch. In Stufe 2 wiederholten sich die Eindrücke. Die folgende Skizze in Stufe 3 erstaunte mich ein wenig. Aber sehen Sie selbst.

Ralf zeichnet fleißig und positioniert folgende Eindrücke im Bild:
- blau
- feucht
- gelb
- allgemein warm
- wenig eindrückbar
- lebendig
- glatt
- kalt
- glitschig
- hohl
- kühl
- dunkel



Sie, lieber Leser, dürfen jetzt gern raten, was Ralf an dieser Stelle des Protokolls beschreibt.

Steigen wir in die Stufe 4 ein. Die sensorischen Eindrücke gab Ralf entsprechend der Stufe 1 wieder. Interessant wurden dann seine Wahrnehmungen im Bereich fremder emotionaler Eindrücke, die er wie folgt wiedergab:
- Emotionen vorhanden
- nicht menschlich
- nicht außerirdisch
- Tier
- normal
- ein wenig gestresst


Schließlich generierte Ralf als Sinn und Zweck des Ganzen Eindrücke wie:
- existiert
- Nahrung aufnehmen
- verdauen
- fortpflanzen

Und das alles wegen des Inhalts dieser Dose. Natürlich wollte ich wissen, wessen Emotionen wir vor uns haben. So schicke ich Ralf per Timeline zu dem Zeitpunkt, an dem die Emotionen vorhanden sind. Aus der nachfolgenden Timeline können Sie erkennen, dass der Viewer in die Vergangenheit geht und den Zeitraum als sehr lange definiert. Die Größe von diesem „Etwas“ gibt Ralf eigenständig mit 30 Meter wieder und beschreibt es verbal mit „sehr groß, wesentlich größer als wir beide“.



Der nachfolgende Eindruck von „Meer“ und „sehr gefährlich“ produzierte ein faszinierendes AUL: Basilosaurus.

Sie können den folgenden Link nutzen, um sich einen Eindruck von diesem Tier zu machen. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Basilosaurus_skeleton.jpg

Natürlich gehe ich nicht auf die Verstandeskonstruktion von Ralf ein und lasse den Eindruck „Basilosaurus“ aus dem Protokoll streichen.

Abschließend wollte ich es mir nicht entgehen lassen, dieses scheinbar lebendige Etwas ansprechen zu lassen. Einige Auszüge der Konversation habe ich für Sie zusammengefasst.

 


Frage: Was hast du so getrieben heute?
Antwort: jagen, fressen, töten
Frage: Wie tief ist es momentan an deinem Aufenthaltsort?
Antwort: mehrere 100m bis 1000m
Frage: Was nimmst du so zu dir?
Antwort: Alles was ich töten kann.


Ich lasse dann die Konversation beenden. Meinen Viewer Ralf gibt es nicht als Snack zwischendurch. Ich nehme den Viewer aus dem Target. Ralf ist sichtlich begeistert und beendet die Session mit den Aussagen:
AI: mal ganz was anderes
       seit langem das geilste Target, in dem ich war

Jetzt erlaube ich mir den Spaß und zeige Ralf den Inhalt der neben ihm befindlichen Dose. Ein breites Grinsen breitet sich auf unseren Gesichtern aus.

Tobias K. soll als nächster Viewer dieses unscheinbare Target bearbeiten. Ralf begleitet als stiller Beobachter die Session. Die Targetformulierung und Koordinaten sind unverändert und Tobias generiert bereits in Stufe 1 des Protokolls Eindrücke wie:
- kantig, blau, schwarz, kühl, anfassbar, einigermaßen glatt, ehr hart (nicht alles)

Bereits im dritten Abschnitt der Stufe 1 gibt Tobias den Eindruck von „lebendig“ wieder. Es folgen dann Eindrücke wie:
- kühl, nass, dunkel…

In Stufe 3 skizziert Tobias wie folgt.

Tobias zeichnet sich selbst in das Target und es scheint ihm ein wenig unsicher zu sein. Die Blicke von Ralf und mir kreuzen sich und wir verkneifen uns ein Grinsen. Tobias ist allerdings sichtlich bemüht, Abstand zum Target zu halten. Er formuliert seine eigenen Emotionen wie im Bild beschrieben. Ich kann mir die Frage nicht verkneifen, ob Tobias ein wenig näher ans Target herangehen möchte. Tobias verweigert prompt mit der Aussage „…nein, da gehe ich nicht ran. Es ist mir zu gefährlich“. Natürlich habe ich wiederum versucht per Timeline abzuchecken, wo sich Tobias befindet. Ähnlich wie Ralf positioniert er sich in der Vergangenheit und gibt die Zeitspanne ebenfalls mit „sehr groß“ wieder.



T1 stellt den Zeitpunkt der Session dar. Tobias beschreibt das „lebendige Objekt“ links auf der Timeline.

Auch hier strebe ich eine kurze Konversation an und lasse dieses lebendige Objekt ansprechen.

 

Wie geht es dir?
gut

Was hast du heute gemacht?
rumgezogen, essen, gejagt

Was isst du?
Fleisch

Gibt es mehr von dir?
ja

Jagst du einzeln/allein?
mehrere

Was genau jagst du?
Tiere

Welche Tiere?
auch Jäger

Wie groß sind die Tiere?
auch groß, nicht klein


Sie werden jetzt berechtigterweise einwenden, man hätte so viel andere Fragen stellen können. Tobias ist allerdings auffallend verhalten und fühlt sich sichtlich unwohl. Allein dieser Fakt zwingt mich, die Session kurz zu halten. Ich beende also die Konversation, distanziere den Viewer vom Target und beende auch die Session. Tobias ist nach der Bekanntgabe des Targets ein wenig außer sich. Jetzt beschert ihm sein eigener Verstand weitere emotionale Eindrücke und produziert Gänsehaut am ganzen Körper begleitet von einem anhaltenden breiten Grinsen im Gesicht.

Nun möchte ich endlich das Geheimnis um den Inhalt dieser Dose lüften. Ein versteinertes Etwas, was einem Zahn ähneln könnte. Natürlich kann es auch ein von Elementen verformter Stein sein. Auffallend sind allerdings die Geometrie und die gleichmäßige Vertiefung am unteren Ende. Sie dürfen an dieser Stelle gern mutmaßen. Egal, was die Sessions sagen. Nichts ist bewiesen.


Ich habe im Internet recherchiert, um mir einen Überblick zu verschaffen, wie ein versteinerter Zahn aussehen könnte. Es lohnt tatsächlich, diesem Link zu folgen.
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wissenschaft/d/3878666/forscher-finden-riesigen-dinosaurier.html

Auch wenn Veröffentlichungen aus dem Alltag eines Remote Viewers unregelmäßig erscheinen bedeutet es nicht, dass hinter den Kulissen nicht gearbeitet wird. Jedoch eignen sich eine Vielzahl von Projekten nicht für die breite Öffentlichkeit.

Die Zusammenfassung der durchgeführten Sessions zeigt, das Remote Viewing auch Spaß machen kann. Allerdings möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass der Status dieser Sessions derzeit auf „nicht verifiziert“ steht.

Nachtrag:
Was wäre eigentlich passiert, wenn ich Ralf und Tobias zu dicht an dieses lebendige „Etwas“ positioniert hätte. Wären sie eine Zwischenmahlzeit gewesen? Wie erlebt ein Viewer das eigene Ableben? Diese Gedanken scheinen ein wenig zu makaber.

Ich bin froh, alle Viewer wieder unbeschadet nach Hause gebracht zu haben. Denn es gibt noch viele Geschichten zu erzählen. Und dazu brauche ich gute Viewer.